Von Huanchaco nach Huaraz, Tag 24

Eigentlich wollen wir heute nach Chan Chan, der früheren Hauptstadt des Chimú-Reiches, die um 1300 aus Lehm errichtet wurde und zu der Zeit eine der größten Städte der Welt war. Doch leider hat Céline gerade Magen-Darm-Probleme (der Meeresfrüchte-Teller, den sie gestern gegessen hat, war vermutlich nicht) und auch ich bin immer noch erkältet. Also bleiben wir im Hostel und gucken Breaking Bad.

In einem Café um die Ecke gibt es ein Regal zum Büchertausch. Im Regal gibt es viele holländische Bücher, aber auch zwei deutsche: Eins von Frank Schätzing und der Fänger im Roggen von J.D. Salinger. Ich entscheide mich für letzteres. Leider haben wir nur unseren französischen Ecuador-Reiseführer anzubieten, doch für die Frau, die im Café arbeitet, ist das ein fairer Tausch. Wir verweilen bis acht Uhr hier, bevor wir uns auf den Weg zum Busbahnhof von Trujillo machen.

Der Busbahnhof in Trujillo ist der modernste, auf dem wir bisher waren. Wie ein richtiger Bahnhof in Deutschland, nur ohne Schienen. Auch das mit den großen Hallen und den fehlenden Sitzgelegenheit haben sie sich abgeschaut. Der Bahnhof ist blitzeblank geputzt, man könnte vermutlich zu sogar vom Boden essen.

Im Terminal steht ein Angestellter des Busbahnhofs am Schalter, der die Leute beim Einsteigen filmt. Ich überlege, ob ich mit ihm ein Selfie mache, doch es ist als Gringo wahrscheinlich besser, sich so gesittet wie möglich zu verhalten und außerdem bin ich auch zu müde für solche Scherze. Die Buslinie war den Aufpreis wert, man hat deutlich mehr Komfort und trotz der Talfahrt mit Schlaglöchern, schaffe ich es sogar zu schlafen.

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