Cusco, Tag 40

Nach der 22-stündigen Busfahrt sind wir erledigt, was auch an der dünnen Luft liegt, denn Cusco liegt 3400m über dem Meeresspiegel. Und egal wie komfortabel der Bus ist, durch die Serpentinen und das ständige Wackeln und Schwenken kann man kaum schlafen. Uns beiden wurde auch leicht übel, wie bei einer Seekrankheit. Außerdem bewegen sich ständig die Gepäckstücke hin und her, was auch zur Geräuschkulisse beiträgt. Wir sitzen im oberen Teil des Busses, an der Treppe. Nachts fällt von den vielen Kurven mein Rucksack mit Laptop und Kamera die Treppe herunter. Zum Glück ist nichts kaputtgegangen.

Über Cusco werde ich die nächsten Tage noch schreiben, doch wir sind für diese Nacht in der Stadt nur auf der Durchreise, denn wir wollen erst einmal nach Machu Picchu. Das berühmte Inka-Monument liegt etwa 100km von Cusco entfernt.

Am Busbahnhof steht eine Tafel mit den Tarifen für die Taxifahrt zu verschiedenen Zielen. Die Fahrt zu unserem Hostel kostet laut Tafel zehn Soles. Dann gehen wir zu den Taxifahrer und fragen wie viel es kostet. Weil wir Gringos sind, versucht ein Taxifahrer versucht uns zu über den Tisch zu ziehen und sagtzwanzig Soles statt zehn für Fahrt zum Hostel.

Das Zimmer im Hostel selbst ist unter aller Kanone. Das Zimmer ist im Erdgeschoss, es gibt ein Fenster, das sich aber genau hinter der Rezeption befindet, wodurch man die Vorhänge zugezogen lassen muss. Vor dem Zimmer ist dann noch der Internetraum des Hostels. Wirklich ruhig ist es also nicht, zu mal die Fenster wie fast überall in Peru nur einfach verglast sind und keinen wirklichen Schallschutz bieten. Im Zimmer gibt es nur zwei Steckdosen (nebeneinander), Schimmel im Badezimmer und keine Nachttischlampe. Dafür sind selbst 60 Soles zu viel und wir suchen uns für die Zeit nach Machu Picchu ein anderes. Wir schlendern durch die Umgebung vom Plaza de Armas, dem Hauptplatz von Cusco, gehen in die Hostels und fragen nach Preisen und Ausstattung. Ein Hostel verlangt für ein Doppelzimmer nur 50 Soles, doch das Klo ist dreckig und die Frau, die uns das Zimmer bringt kein Wort heraus und wirkt irgendwie etwas debil. Schlussendlich finden wir ein nettes Hostel mit Küche, Frühstück für 100 Soles. Dort kann man es aushalten.

Dann fällt uns auf, dass wir Abfahrts- und Zielort für unsere Zugtickets von Ollantaytambo nach Aguas Calientes beim Buchen vertauscht. Ist aber weniger schlimm als wir dachten, denn wir können für 6$ eine Umbuchung vornehmen. Morgen früh geht es also dann nach Aguas Calientes, dem zu Machu Picchu nächstgelegenen Dorf.

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