Pisac, Tag 44

Heute wollen wir zuerst nach Pisac und dann nach Moray.

Zuerst gilt es, die richtige Busstation zu finden. Der Bus ist groß, aber es ist der erste Bus auf der gesamten Reise in des wirklich unangenehm nach Mensch stinkt. Egal in welchem Bus ich gesessen habe, ich habe nie schlechtriechende Menschen getroffen, egal welchen Alters. In Berlin ist die Wahrscheinlichkeit weitaus höher, neben einem versoffenen, verrauchten, ungewaschenen oder verlebten Sitznachbarn zu sitzen.

Das Taxi bergauf zu den Ruinen von Pisac kostet nochmal 25 Soles. Der Taxifahrer lässt uns einsteigen, fragt uns woher wir kommen. Beim Stichwort Deutschland fällt bei ihm sofort die Assoziation Fußballweltmeister. Dann erzählt er und etwas von einem Taxi-Fahrerverbund, parkt das Auto am Straßenrand, steigt aus, geht weg und lässt uns allein im Auto sitzen. Dann klopft ein anderer Taxifahrer an die Fensterscheibe, erzählt ebenfalls etwas von Taxifahrerverbund und wir steigen bei ihm ein. Der Preis ist derselbe. Oben am Eingang der Ruinen verkaufen Händler Getränke und Souvenirs.

Die stufenartig an den Hängen angelegten Inka-Terrassen dienten einem effektiverem Anbau von Feldfrüchte wie Mais, Kartoffeln oder Paprikas um eine größere Anzahl von Menschen versorgen zu können. Die Terrassen wurden durch noch heute funktionierende Kanäle bewässert. Die Ruinen wurden um 1440 erbaut und etwa einhundert Jahre später von den Spaniern nahezu komplett zerstört. Genau wie die Festung von Ollantaytambo liegt die Pisac im Heiligen Tal der Inka. Während Ollantaytambo dazu diente, das Tal vom Norden her abzusichern, bot die Festung in Pisac Schutz gegen Eindringlinge aus dem Süden.

Wir bleiben etwa zwei Stunden auf den Ruinen, der Abstieg in das Dorf Pisac dauert etwa eine Stunde. Unten angekommen, stoßen wir auf einen Markt, in dem wieder Souvenirs, Musikinstrumente und Kleidung aus Alpaca-Wolle verkauft werden.

Die Fahrt nach Moray würde von hier weitere zwei Stunden dauern und es ist schon spät, daher entscheiden wir uns dafür, Moray an einem anderen Tag zu besuchen.

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