Isla del Sol, Tag 56

Copacabana ist touristisch sehr gut erschlossen.

Überall werben zahlreiche Agenturen, die Ausflüge anbieten, außerdem sieht man überall Schilder von Hostels und Alojamientos. In den Straßen und am Hafen befinden sich viele Restaurants und Kaffees, aus denen vorrangig Reggae- und Latino-Musik tönt. Man sieht viele alternative Aussteiger aus aller Welt, die hier abgestiegen sind. Zum Beispiel einen Argentinier, der in den Restaurants seine Comics anbietet.

Heute ist wieder Autotaufe. Und in dem Restaurant, wo wir frühstücken, sitzen wieder die zwei deutschen Mädchen, die sich auf ihrer Reise zwei Engländer geangelt haben. Haben wir gestern schon getroffen, als sie gestern im Restaurant lautstark mit Papi nach Hause telefoniert haben. Eine von den beiden ist besonders penetrant. Wenn sie im Restaurant ist, muss sich wegen ihr aufgeblasenen Art alles um sie drehe Weil sie so wunderbar in Smartphone schreit man sie als einzige wahrnimmt, weiß ich jetzt ich Dinge, die ich nie wissen wollte. Zum Beispiel, dass Papi die Reise bezahlt und sie sich doch gerne beteiligen möchte und das die Engländer doch gerne zu ihr nach Hause kommen dürfen müssen. Hey, Hannah Montana bestellt noch ein paar Grüße!

Wie wir möchten die vier Pupsnasen auch auf die Isla del Sol. Ich finde, dass ist eine gute Ausgangsbasis für einen guten Teeniesplatterfilm. Die vier landen auf einer Insel, deren sämtliche Bewohner zu hirnfressenden Zombies mutiert sind. Doch den Ausgang der Geschichte kann ich schon mal verraten: Die Zombies sind verhungert und die vier kommen mit dem Schrecken davon. Aber es hat sich eh erledigt, die vier bekommen für heute keine Tickets mehr, wir haben unsere schon gestern am Hafen organisiert.

Nach der unspektakulären Bootfahrt zur Südseite der Insel, müssen wir unser gesamtes Gepäck, pro Nase etwa 35kg, den Berg hinaufschleppen, denn unsere Unterkunft befindet sich ganz oben, etwa 150m höher. Auf der Insel gibt es keine Autos, nur Esel, Schafe, Lamas und Kühe.

Wir schlafen bei einer Familie, die ein paar Zimmer zur Unterkunft anbietet. In den Zimmern gibt es Licht, aber keine Steckdose. Die Dusche ist elektrisch, doch warmes Wasser ist aufgrund der mangelhaften Stromversorgung nicht immer garantiert. Lilli, kleine Tochter der Familie ist nicht schüchtern, spielt mit allen und unterhält so alle Gäste am Abendbrotstisch im Gemeinschaftszimmer.

Bevor die Sonne untergeht und es dunkel wird, wandern wir noch ein Stück nach Norden und genießen den tollen Ausblick. Nachts ist es hier vollkommen finster, wie auch im Canyon. Es gibt nur vereinzelte Laternen und die entfernten Stadtlichter von Puno, die den Blick auf die Sterne trüben.

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